Chro­nische Prosta­titis

non-invasiv

Ablauf

in Kurzform

Resultat

Unter chronischer Prostatitis versteht man dauerhafte oder wiederkehrende Schmerzen, die im Bereich des Beckens, perineal (zwischen Hodensack und After) und oder den Genitalien empfunden werden. Es kann sogar mit allgemeinen Krankheitszeichen einhergehen (z.B. Erschöpfung).
Die chronische Prostatitis ist durch eine Reihe von Symptomen gekennzeichnet, die von den Harnwegen und den männlichen Genitalien ausgehen. Um die Diagnose zu stellen, ist es erforderlich, dass die Symptome innerhalb der letzten 6 Monate mindestens 3 Monate lang bestanden.
Obwohl die Bezeichnung „Prostatitis“ geläufig ist, ist unklar, inwieweit die Symptome von der Prostata ausgehen. Die alternative Bezeichnung, chronisches Schmerzsyndrom des Beckens, veranschaulicht die Unsicherheit, die in Bezug auf die Ursache der Symptome herrscht.

  • Das Prostatitis-Syndrom wird in folgender Weise eingeteilt:
    • akute bakterielle Prostatitis
    • chronische bakterielle Prostatitis
    • chronische Prostatitis/chronisches Beckenschmerzsyndrom („Chronic Pelvic Pain            Syndrome“), unterteilt in entzündlich und nicht-entzündlich
    • asymptomatische entzündliche Prostatitis (Entzündung ohne Symptome).

Ursachen

Die Ursache der chronischen Prostatitis ist unbekannt. Obwohl eine bakterielle Infektion als Ursache vermutet wird, sind Bakterien nicht immer nachweisbar. Psychischer Stress wie Angst und Sorgen über eine mögliche schwerwiegende Erkrankung kommen offenbar häufig bei Männern mit diesen Symptomen vor und können zur Erkrankung beitragen.
Wahrscheinlich geht die chronische, nicht-bakterielle Prostatitis nicht von der Prostata aus, sondern ist eher zur Gruppe chronischer Muskel- und Sehnenschmerzen des Beckens zu zählen. Auch Autoimmunprozesse können zur Entstehung einer nicht-bakteriellen Prostatitis beitragen.
Eine chronische bakterielle Prostatitis hingegen wird durch verschiedene Mikroorganismen wie Chlamydien, Mykoplasmen oder humane Papillomaviren (HPV) verursacht. Diese breiten sich vermutlich von der Harnröhre zur Prostata aus. Begünstigende Faktoren sind u. a. eine vorhandene Vorhaut (je nach befund), eine Verengung der Harnröhre, eine gutartige Prostatavergrößerung, frühere sexuell übertragbare Erkrankungen.

Symptome

Schmerzen am Dammbereich oder hinter dem Schambein, die bis zum Hodensack, Penis und Rücken, in die Leiste und den Bauch ausstrahlen können.

Häufig treten Schmerzen während oder nach der Ejakulation auf

Schmerzen beim Wasserlassen, Blasenentleerungsstörung, nächtliches Wasserlassen und plötzlicher Harndrang, eventuell mit Harnverlust

Eine chronische Prostatitis ist mit einer erschwerten Durchführung der täglichen Aktivitäten, Depressionen und verminderter Lebensqualität verbunden.

Eine chronische Prostatitis/Schmerzsyndrom des Beckens kann mit Erektionsstörungen einhergehen

Behandlung

Die chronische Prostatitis bzw. das Schmerzsyndrom des Beckens erfordert eine individualisierte Behandlung. In den meisten Fällen ist keine aktive Behandlung notwendig. Kurative Behandlungsformen stehen nicht immer zur Verfügung, und es gibt keinen klaren Konsens unter den Experten, wie die Erkrankung zu behandeln ist.

Prognostisch gesehen ist der Behandlungsverlauf häufig wechselhaft. Die Dauer der Beschwerden kann sich über mehrere Jahre erstrecken. In seltenen Fällen kann sich die Erkrankung aus einer akuten Prostatitis entwickeln.
Die chronische Prostatitis ist psychisch sehr belastend und kann die Lebensqualität stark einschränken. Die meisten Patienten können aber normal am sozialen und Arbeitsleben teilnehmen.

Dr. med. Ewgeni Rosengrün
Facharzt für Urologie

KURZINFOS ZUR METHODE

Dauer

auf Anfrage

Narkose/-Anästhesie

Vollnarkose

Klinik­­aufenthalt

auf Anfrage

Nach­behandlung

auf Anfrage

Arbeits­fähigkeit

auf Anfrage

Gesell­schafts­­fähigkeit

auf Anfrage

Kontroll­­unter­suchungen

auf Anfrage